unplugged 2.0

UNPLUGGED für die Rundkirche. In Zusammenarbeit mit Thomas Schubert (Lyrik) und Christoph Wilcken (Musik) entstand 2015 die Idee zu einem disziplinübergreifenden Ausstellungsevent. Die großformatigen Arbeiten sind in den Proportionen und Ausmaßen dem Ausstellungsraum, der Rundkirche in Berlin Tempelhof, angepasst. Die Basis diese Arbeiten sind digitale Collagen mit grafischen, fotografischen und Textelementen, gedruckt auf 100 x 210 cm Planen, die dann im Endformat eine Übermalung erfahren.

Motivliste

Von allen künstlerischen Ausdrucksformen ist Musik sicher diejenige, die uns Menschen am unmittelbarsten berührt. Weil sie direkt auf unser Gefühl zielt, wir sie also zunächst einmal nicht unbedingt verstehen müssen, ihre Hintergründe und Zusammenhänge nicht zwingend begreifen müssen, damit sie uns nahe kommen, wir sie genießen können. Bei Malerei und Dichtung ist das etwas anders. Man gewinnt zwar auch hier schnell einen Eindruck, ob einem das Gesehene, Gelesene oder Gehörte gefällt oder nicht. Jedoch kann die eine oder andere ergänzende Information zum Werk, zu seinem Schöpfer oder seiner Entstehung und Absicht den Eindruck und die Wirkung sowie die persönliche Annäherung und Auseinandersetzung damit verändern. Wie selbstverständlich auch bei der Musik. Die Ausstellung UNPLUGGED 2.0 und das in diesem Kontext entstandene Buch sind der Versuch, diese drei künstlerischen Gattungen am Ausgangspunkt Musik in Dia­log treten zu lassen und in gegenseitige Schwingung zu versetzen. So soll ein Gesamtgefühl, ein besonderer emotionaler Klang des Künstlerischen an sich entstehen, der über den Moment hinausreicht. Ein Konzept, das Kunstformen verbinden statt abgrenzen will mit dem Ziel der Begegnung, des künstlerischen und menschlichen Austausches in Form von Assoziation, Konnotation, Pointierung und durch Improvisation und Interaktion.